Beratung für Heilberufe – Podcast 42: Ist die Filialapotheke heute noch sinnvoll?

Viele Apotheker setzen auf eine Filialapotheke. Warum auch nicht? Auf den ersten Blick spricht auch viel dafür: Ein zweites Standbein, ein anderer Standort mit neuen Chancen, Stärkung der eigenen Position, die viel beschworene Synergie. Aber der erste Blick ist – wie immer- nicht ausschlaggebend für eine solche Entscheidung und Intuition ein schlechter Ratgeber.

Da sind schon noch einige Punkte, die uns bei einer Filialapotheke „auf die Füße“ fallen können:

Organisation

Wenn Mitarbeiter mal einfach in die andere Filiale „springen“ sollen: Geht das so einfach?  Muss der Mitarbeiter das? Was ist, wenn er sich weigert, oder schlechte Leistung bringt? Welche Auswirkungen hat das auf das Team der Hauptapotheke? Oder auf das der Filiale?

Führung

Wenn es wahr ist, dass Mäuse gerne auf dem Tisch tanzen, wenn die Katze aus dem Haus ist, dann haben sie immer einen Ort, wo die Katze nicht ist. Wer ersetzt Sie dann? Wie führen sie Ihre Filiale aus der Ferne?

Bündelung der Einkäufe

Pardon: Das war nie so wenig lukrativ wie heute. Das AMNOG – das wir in unserem Hörseminar Anfang des Jahres sehr intensiv diskutiert und vorgestellt haben – lässt die Rabatte zusammenschmelzen. Dieser Vorteil ist – vor allem auf Dauer – ein zu geringer, um Hoffnung in ihn zu setzen.

Konkurrenzabwehr

Sicherlich: Eine starke Präsenz in einem Viertel oder Kiez stärkt die Position. Muss aber nicht, denn auch das kann teuer werden, wenn wir nur einmal an die Personalkosten oder sonstige Fixkosten denken. Ja richtig, Personalkosten sind zum großen Teil Fixkosten.

Das sind natürlich nicht alle Aspekte, die es zu beachten gilt. Mehr erfahren Sie einmal mehr von der besonders auf Apotheken spezialisierten Steuerberaterin Silke Voigt.

Wir wünschen Ihnen gute Gedanken!

Ihr Michael Brüne