Nutzen von speziellem Know-How für Arzt und Zahnarzt

Spezialwissen über die Heilberufe ist wichtig.
Dies zeigt sich an folgenden Beispielen: In allen dargestellten Fällen soll  ein  Praxisdarlehen verlängert werden:

Arzt A. hatte durch Krankheit von 2 Mitarbeitern im letzten Jahr einen großen Umsatzrückgang . Auf Basis der vorliegenden BWA ist die Liquidität der Praxis nicht mehr gegeben. Der Praxisinhaber hat selbstverständlich gegengesteuert und die Leistungsstärke der Praxis befindet sich wieder auf altem Niveau. Die aktuellen Zahlen können dies noch nicht zeigen. Die Bank wird nervös und lädt den Arzt zu einem Gespräch mit dem zentralen Risikomanager ein.

Durch die Einführung neuer Abrechnungziffern können bestimmte Leistungen in der Praxis durch Arzt B. nicht mehr vergütet werden. Die Besonderheiten der Praxis müssen separat anerkannt werden und dies kostet Zeit. Vorübergehend zeigt die Praxis einen Umsatzrückgang, der die Liquidität gefährdet. Auch hier wird die Bank unruhig und erbittet von dem Kunden ein ausführliches Konzept, sowie die Auflistung der wöchentlichen Umsätze. Eine tägliche Abstimmung aller Kontenverfügungen wird von der Kreditabteilung festgelegt.

Die Bank des Arztes C. erfährt von einer neuen Gesundheitsreform. Gesundheitsreformen, das weiß die Bank, bedeuten für niedergelassene Mediziner nichts Gutes. Da Arzt C. häufiger seine Konten  überzieht und nicht sehr kommunikativ in finanziellen Dingen ist, hat die Bank nun Angst um die Rückzahlung ihrer Kredite und kündigt dem Arzt die Geschäftsverbindung zum Jahresende.

Diese Beispiele beschreiben Situationen, die nur durch fachlich fundierte Zusatzinformationen gerettet werden können. Qualifizierte Berater und Bankmitarbeiter spielen bei der Lösung dieser finanziellen Phänomene von Medizinern eine wesentliche Rolle.

Merke: Bei Beratern und Bankmitarbeitern steht das Know-How über die ärztliche Berufsgruppe, sowie die Handlungkompetenz im Vordergrund. Bei immer schnelleren Veränderungen stellt dieses Fachwissen einen wertvollen Vorteil dar. Erst dann kommt die Bewertung des ebenfalls wichtigen Sympathiefaktors.

Nun gibt es Kunden, die Ratingsysteme und das Fachwissen von Beratern nicht interessieren, da sie über exzellente Sicherheiten verfügen. Die Bedeutung von Sicherheiten vertiefen wir in  einem unserem nächsten Artikel….

Berlin, den 6. September 2010